
Der Campus als Karte und als Liste...
durch die Verkleinerung bissel schlecht lesbar...
Die Mary Keyes Residence, mein neues
Zuhause für fünf Tage
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Nach einer
halben Ewigkeit
kommen wir am Campus von McMaster an. Es ist ein sonniger Tag und als
ich aus dem Taxi aussteige, merke ich erst, wie warm es ist. Auf dem
Parkplatz lässt er mich dann alleine. Ob ich klarkomme mit den
Koffern? Jo, geht schon. Tja, da fährt er nun und ich stehe da in
meiner Heimat. Mutterseelenallein zwar, aber mit 'nem Visum in der
Tasche
und allem Gepäck bei mir. Ich rolle Richtung Eingang. Selbigen
finde ich verschlossen. An der Tür ein Schild - "Due to the power
outages, all buildings on the campus are closed. If you need
accomodation please go to Mary Keyes Residence" [Wegen der
Stromausfälle ist der gesamte Campus geschlossen. Wenn sie
Unterbringung benötigen, fragen sie bitte in der Mary Keyes
Residence nach]. *schluck* ob die wohl was für mich haben? Na mal
sehen...
Praktischerweise hängt neben dem Schild ein Campusplan.
Oh mein Gott. Na das nenne ich mal nen Campus. Die nebenstehende Liste
der Gebäude ist übrigens keineswegs vollständig. Zu den
50 dort verzeichneten Gebäuden sind inzwischen viele
hinzugekommen. Es dürften über 60 sein. Nur wo ist jetzt die
Mary Keyes Residence? Ah, ich finde sie. Am anderen Ende des Campus. Am
ganz anderen Ende. Und meine Güte ist der Campus riesig. Nunja,
ich habe ja keine Wahl. Also mache ich mich mit meinen zwei schweren
Koffern in sengender Hitze auf die Suche nach Mary Keyes. Zu meinem
Glück treffe ich jemanden, der seinem Sohn grade die Gebäude
zeigt. Genaugenommen macht er mit ihm einen Quiz: An jeder Ecke fragt
er ihn, welches Gebäude hier wie heißt. Und hier gibt's
nicht
etwa ein Physikgebäude und ein Biogebäude und 'ne Bibliothek,
nein, hier heißt das dann gleich mal John Hodgins Engineering
Building oder Mills Memorial Library oder A.N. Bourns Science Building.
Aber Mary Keyes ist leicht zu finden, direkt neben dem Nuclear Reactor
^^ tja, was sone große Uni net alles hat, ne? Die Tür finde
ich verschlossen, sie öffnet sich nur mit einer Keycard. Aber
hinter der Tür sehe ich einen Tresen. Ich mache mich bemerkbar,
man öffnet mir. Langsam und deutlich erkläre ich mein
Problem. Eine sehr nette ältere Dame nimmt sich meiner an. Und
dann, die erlösenden Worte: Ja, sie hat noch Zimmer frei. Ich
könnte für ein paar Tage eins haben, kein Problem. Sie
entschuldigt sich noch tausendmal, dass wegen der Stromausfälle
der
PC noch nicht wieder läuft und deshalb etwas Chaos herrscht. Sie
muss das Zimmer erst zurechtmachen, ich nehme so lange in der
Wartehalle Platz.
Der wahrlich nicht kleine Raum ist eiskalt
klimatisiert. War ja klar... Ich nutze die Zeit, das ausliegende
Informationsmaterial zu studieren. Broschüren zu Hamilton und zum
lokalen public transportation service dem HSR. Dort ist genau
erklärt, wie man mit dem Bus down- und uptown kommt, praktisch.
Die
Damen hinter dem Tresen beschließen sich Pizza zu bestellen. Ob
ich auch eine will, fragen sie mich? Ich sehe wohl hungrig aus. Und ja,
das bin ich auch. Aber zunächst gibt man mir meinen
Zimmerschlüssel. Er ist in einer Art Schlüsseltasche, die
gleichzeitig einen Chip enthält um die Türen zu öffnen.
Einfach davor halten und den Biep abwarten und schon lässt die
Tür sich öffnen. Wunder der Technik. Wow. Biep... biiiep...
biiiep, cool. Das Zimmer stellt sich als recht komfortabel heraus.
Nicht ganz billig, aber für 5 Tage geht das schon mal. Dafür
komfortabel. Es
handelt sich um einen 'room' in einem '4-room-apartment'. Das
heißt, dass sich vier Leute eine Küche und je zwei Leute ein
Bad teilen. Wenn man reinkommt, steht man in der Küche, links und
rechts dann je ein Gang mit zwei Zimmern. In meinem Zimmer: ein Tisch,
ein Bett, ein Stuhl, ein großer 'closet' (ein begehbarer,
verschließbarer Schrank), dazu Netzwerkanschluss und Telefon.
Kompliziert abrechnen müssen wir das Telefon nicht, denn ich kann
von dort aus sowieso nur Ortsgespräche führen und die sind
hier, man höre und staune, grundsätzlich kostenlos! Dieser
Umstand sollte sich bei der Wohnungssuche noch als sehr nützlich
herausstellen...
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Mein Zimmer in Mary Keyes

Und meine Küche

Und das Nachbargebäude, der Nuclear Reactor *g*
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