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Einleitung:

 

Das Wort “Borderline” bedeutet Grenzlinie, so dass die sogenannte Borderline- Persönlichkeitsstörung dadurch gekennzeichnet werden kann, dass die Fähigkeit des Menschen, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu setzen in spezifischen Bereichen gestört ist.

Die Borderlinestörung zählt zu den sogenannten "emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen". Die Betroffenen neigen dazu, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren und leiden unter häufigen Stimmungsschwankungen. Zudem sind das eigene Selbstbild und Zielvorstellungen unklar und gestört. Allgemein ist eine Borderline-Störung durch ein "durchgehendes Muster von Instabilität im Bereich der Stimmung, der Affekte, der zwischenmenschlichen Beziehungen und des Selbstbildes geprägt. Zu bemerken ist in der Regel auch ein weitgehendes Unvermögen, Zwischentöne von extremen Polaritäten (Macht/Ohnmacht, Gut/Böse, Autonomie/Selbstaufgabe) zu sehen und zu fühlen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die grenzenlose Beziehungssehnsucht bei genauso tiefen Ängsten vor wirklich nahen Beziehungen, da sich diese oft als enttäuschend und missbräuchlich erwiesen haben. Der Borderliner sieht jede Art von Problem in der Welt von heute mit einer glasklaren Schärfe, es fällt ihm meist nur schwer, sich von diesen Problemen abzuwenden oder eine geeignete Lösung dafür zu finden. Es ist fraglich, ob nicht noch viel mehr Menschen „verrückt“ werden würden, wenn sie die Konflikte unseres Lebens durch die Augen eines Borderliners betrachten würden.